| Auch der Mensch ist Bestandteil der Umwelt
Natürlich dient die Wasserkraft gleichzeitig dem Menschen und der Umwelt. Wir Menschen sind aber auch Bestandteil der Umwelt. Gerade Nordrhein-Westfalen ist mittlerweile überwiegend eine intensiv genutzte Kultur- und Industrielandschaft. Völlig unberührte Natur ist selten geworden. Naturschutzgebiete sind häufig vom Menschen gemacht und weniger unberührt als man glaubt.
Die Jahrhunderte alte Wasserkraftnutzung mit Mühlen hat die ehemalige Naturlandschaft verändert. Genauso wie die Landwirtschaft, Industrie oder städtische Entwicklung. Es gibt kaum noch Gewässerabschnitte, die vollkommen unberührt sind. Der weitaus überwiegende Anteil der Veränderungen in Flüssen geht nicht auf die Wasserkraftnutzung zurück. Flussbegradigungen, Trockenlegungen, Hochwasserschutzmaßnahmen, Schifffahrtsinteressen, Landgewinnung usw. haben weit aus stärker ihre Spuren in unseren Gewässern hinterlassen. Gewässer dienen gerade heute den unterschiedlichsten Nutzungen. Wasserkraft ist nur eine davon.
Die mit Wassermühlen und -kraftwerken verbundene Stauhaltung von Gewässern bringt vielfach deutliche Vorteile. Es entstanden mit der Stauhaltung neue Biotope; wertvolle Feuchtgebiete aus Menschenhand also, die anderswo durch so genannten Gewässerausbau verloren gingen. Häufig sind die Stauhaltungen unserer Kraftanlagen heute Landschafts- oder Naturschutzgebiete. Ohne Stauhaltung käme es an vielen Gewässern zu Erosionserscheinungen oder massiven Grundwasserabsenkungen.
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